Tatjana vor der Kamera: Warum Boudoir-Shootings viel mehr sind als schöne Fotos

Tatjana war zum zweiten Mal bei mir. Und diesmal sollte es anders werden.

Das erste Shooting war zum Portfolioaufbau. Tatjana hat schon häufiger für mich gemodelt und mit ihr macht es einfach immer so viel Spaß. Bei diesem Termin wusste sie also schon, worauf sie sich einlässt. Bei diesem Termin war jedoch nicht nur die Fotokamera dabei, sondern auch noch eine Videokamera.

Der Grund: Wir wollten gemeinsam Behind-the-Scenes-Material für meinen Online-Kurs Dein Einstieg in die Boudoir Fotografie drehen. Ein Lehr-Shooting. Echte Momente, echte Technik, echte Gefühle vor der Kamera. Mit Tatjana als Model.

Das ist nicht das Gleiche wie ein normales Boudoir-Shooting. Das ist ein Boudoir-Shooting mit Kameraeinstellungen, die erklärbar sein müssen, mit Gesprächen über Licht und Winkel und Posen, während man gleichzeitig versucht, die Intimität und das Vertrauen zu halten, die Boudoir braucht, um zu funktionieren.

Tatjana hat das getan. Und es war unbeschreiblich.

Nicht die Geschichte, die du erwartest

Hier ist etwas Wichtiges: Ich werde nicht schreiben, dass Tatjana „trotz ihrer MS“ oder „ein Vorbild für alle, die…“ ist. Das ist nicht der Grund, warum dieses Shooting für mich bedeutsam war.

Tatjana hat MS. Sie ist damit bekannt. Sie nutzt ihre Plattform auf Instagram, um anderen Erkrankten Mut zu machen und die Krankheit aus dem Dunkel zu bringen. Das ist bewundernswert. Aber es ist nicht die Erklärung für alles, was sie tut.

Tatjana ist vor meiner Kamera gewesen, weil sie eine starke, präsente Frau ist, die weiß, was sie will. Und weil sie verstanden hat, dass Boudoir nicht bedeutet, immer makellos auszusehen. Sondern authentisch.

Was mich beim Shooting bewegt hat

Das erste Mal beim Fotografieren merkt man, wie viel Vertrauen nötig ist. Boudoir funktioniert nur, wenn die Frau vor der Kamera sich trauen kann, vollkommen Sie selbst zu sein. 

Das merkt man vor der Kamera sofort. Man merkt es in der Art, wie jemand in den Raum kommt. In der Art, wie sie lacht. In der Art, wie sie für eine Sekunde stillhält und dann überhaupt nicht mehr nervös wirkt.

Und beim zweiten Mal, beim Lehrshooting, war genau das die Herausforderung: Diese Präsenz nicht zu zerstören, nur weil ich erklären muss, warum ich gerade die 50er Brennweite nutze oder warum das Fenster von links kommen muss, damit der Kurs später versteht, wie Boudoir-Licht funktioniert.

Tatjana hat mir vertraut, dass ich das hinkriege.

Und ich glaube, das ist mir gelungen.

Was ein Boudoir-Shooting wirklich ist

Vielleicht hilft es, das hier zu schreiben, weil ich merke, dass Boudoir-Fotografie für viele Menschen noch immer mit Erotik oder mit etwas Laszivem verbunden ist, das man sich nicht zutraut.

Boudoir ist das nicht.

Boudoir ist der Moment, in dem Frauen sich selbst sehen, wie sie wirklich sind. Mit Ruhe. Mit Würde. Mit einem sehr klaren Blick auf das, was sie ausmacht. Nicht für andere. Für sich selbst.

Die schönsten Momente beim Fotoshooting entstehen nicht, wenn jemand versucht, perfekt auszusehen. Die entstehen, wenn jemand aufhört, versuchen zu wollen, und einfach da ist.

Das habe ich gelernt, und deshalb freue ich mich so sehr, dass Tatjana in meinem neuen Kurs dabei ist. Weil jede Teilnehmerin, die die Videos sieht, verstehen wird: So funktioniert es. Mit echten Menschen. Mit echten Momenten. Mit dem Vertrauen, das zwischen Fotografin und Model entsteht, weil man beide weiß, dass man auf das Echte zusteuert, nicht auf das Perfekte.

Tatjana im Kurs

Wenn du später die Behind-the-Scenes-Videos in „Dein Einstieg in die Boudoir Fotografie“ siehst, wirst du Tatjana nicht nur als Model sehen. Du wirst sehen, wie ich arbeite. Wie Licht funktioniert. Wie Kommunikation zwischen Fotografin und Model funktioniert. Wie man jemanden ruhig hält, der am Anfang aufgeregt ist. Was übrigens völlig normal ist.

Das ist das, was ich mit diesem Kurs weitergeben möchte. Nicht nur die Technik. Sondern die Haltung. Das Handwerk. Die Liebe zu dem, was entstehen kann, wenn man Raum für Authentizität schafft.

Tatjana war dafür die ideale Partnerin.

Ein großes Dankeschön

Ich bin sehr dankbar, dass Tatjana sich traut, diesen Weg mit mir zu gehen. Nicht nur für die Bilder. Sondern weil sie versteht, dass dieses Projekt größer ist als ein einzelnes Shooting. Dass es darum geht, ein Handwerk zu unterrichten, das Frauen hilft, sich selbst zu sehen.

Und weil sie mir vertraut hat, dass ich sie nur von ihrer besten Seite zeigen werde. 

Das ist echtes Vertrauen. Und das merkt man am Set.


Wenn du Interesse an Boudoir-Fotografie hast, entweder als Model oder als Fotografin, die dieses Handwerk lernen möchte, bin ich für dich da. Mein Online-Kurs Dein Einstieg in die Boudoir Fotografie startet bald. Oder schreib mir, wenn du für ein Boudoir-Shooting interessiert bist.